Mitarbeiterbindung – Wertschätzung, Familienfreundlichkeit und social balance

Mitarbeiterbindung – Wertschätzung, Familienfreundlichkeit und social balance

Die Mitarbeiterbindung wird in Zeiten des demographischen Wandels zunehmend wichtiger.  Eine Personalpolitik, die auf Familienfreundlichkeit besonderen Wert legt, kann hier für das Unternehmen relevante Alleinstellungsmerkmale schaffen. Auch dies ist Teil des Employer Branding.

Zugleich kommt hier die Wertschätzung des Unternehmens gegenüber dem Mitarbeiter transparent zum Ausdruck. Es ist quasi die Kür von Wertschätzung, den Mitarbeiter nicht einfach nur isoliert, sondern in seinem sozialen Umfeld zu sehen und dies zu respektieren. Familienfreundlichkeit unterstützt die social balance des Mitarbeiters. Denn Arbeitszeit ist Lebenszeit. Auch als Unternehmen bzw. Führungskraft haben Sie Möglichkeiten, den Mitarbeiter mit seiner Familie als Ganzes wertzuschätzen. Sie werten damit den Mitarbeiter weiter auf und schaffen Potentiale für die zusätzliche Mitarbeiterbindung.

Einfache Beispiele wären:

Unterstützung der Vernetzung der Mitarbeiter bzw. Kollegen untereinander

Beispiele: durch Einrichtung von Plattformen im Intranet für etwa Schulwegbegleitung der Kinder, Fahrgemeinschaften, Babysitterbörsen, Kontaktbörsen, Clubs, Tauschbörsen

Serviceleistungen für den Mitarbeiter

Beispiele: Wäsche-Bring-oder Holdienste für Mitarbeiter, die im Außendienst tätig sind, ebenso Einkaufsservice oder die Übernahme von Behördengängen

Serviceleistungen für die Familie

Betriebskindergarten oder Kinderbetreuung, die auf die Arbeitszeiten abgestimmt und flexibel ist, kulturelle Angebote (vergünstigte Theater-Abos, Tanz- oder Singkurse etc.), Mitnahmemöglichkeiten von Essen aus der Kantine für Angehörige, Vergünstigungen bei der Nutzung betrieblicher Einrichtungen, Abholservice für die Reinigung, Handwerkerservice, Wäscheservice, Hol- und Bringdienste zu Kindertagesstätten und Schulen, vergünstigte Hilfe für pflegebedürftige Angehörige, vergünstigte oder sogar kostenfreie Schuldner- oder Rechtsberatung in Krisensituationen, kostenlose Ernährungsberatungen, spezielle Ferienbetreuung der Kinder, da sich oft genug der eigene Urlaub und die Ferienzeiten des Kindergartens nicht vollständig vereinbaren lassen bzw. da die Schulferien nun einmal länger sind als der normale Sommerurlaub.

Wertschätzung und Einbeziehung der Mitarbeiterkinder

Beispiele: Aufmerksamkeiten des Unternehmens zur Geburt, Taufe, Kommunion, Konfirmation, Geburtstag, die direkt an die Kinder gerichtet und adressiert sind, also nicht vom Elternteil „mitgebracht“ werden, Ferienfreizeiten, Clubs, Kennenlern-Tage, auf denen die Kinder die Eltern zum Arbeitsplatz begleiten bzw. einen geführten Einblick in die elterliche Arbeitswelt bekommen, kostenlose Trainings für Mitarbeiterkinder (z. B. Bewerbung, Assessment Center, Babysitterkurse)

Zeigen Sie Interesse am sozialen Umfeld des Mitarbeiters. Wenn Mitarbeiter erkennen, dass sie nicht nur „geben“, steigt erfahrungsgemäß die Mitarbeiterzufriedenheit.  Fürsorgliche Firmen gewinnen. Begeisterungsfaktoren sind der Schlüssel. Sie erfordern Flexibilität und Kreativität seitens des Unternehmens, denn das, was heute noch Begeisterung auslöst, kann morgen bereits selbstverständlich sein. Manchmal reicht aber auch bereits ein bloßes Nachfragen oder sich zu erkundigen seitens des Unternehmens oder der Führungskraft dafür schon aus. Wer die Mitarbeiter bei Maßnahmen der Familien- und Umfeldorientierung einbezieht, hat zudem größere Chancen auch die Bedürfnisse der Mitarbeiter wirklich zu treffen.

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Ein Kommentar

  1. Angebote im Bereich der bAV bleiben von Arbeitnehmern derzeit häufig ungefragt. Die befragten deutschen Unternehmer der Tower-Watson-Studie rechnen mit einem Trendwechsel. 38 Prozent glauben, dass die Bildung von Rücklagen für das Rentenalter das wichtigste Thema ihrer Mitarbeiter wird. Zur derzeitigen Lage sagen das nur 23 Prozent. „Die Unternehmen haben verstanden, dass sich die Bedürfnisse und Ansprüche ihrer Mitarbeiter im Zuge des demografischen Wandels verändern und stellen sich darauf ein“, kommentierte Thomas Jaspers, Towers Watson-Mitarbeiter. 62 Prozent der kleinen und 59 Prozent der mittleren Betriebe bieten Arbeitnehmern bAV-Angebote (2012). Gewappnet für die künftgen Ansprüche ihrer Mitarbeiter sehen sich nur 32 Prozent unter den 2013 befragten Unternehmern. Quelle: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/strategie-personal/mitarbeiterbindung-durch-betriebliche-altersvorsorge/

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