5 Irrtümer über Mitarbeiterbefragungen für Handwerker, Ärzte, Apotheken, Steuerberater, Rechtsanwälte, Praxen, Kanzleien

Typischerweise stehen Mitarbeiterbefragungen in kleineren Unternehmen, wie z.B. bei Handwerkern bzw. Handwerksbetrieben, bei Ärzten bzw. Arztpraxen, in Apotheken, in Kanzleien von Steuerberatern oder Rechtsanwälten, bei Frisören, im Einzelhandel, bei Architekten oder bei anderen Freiberuflern bzw. Dienstleistern als Instrument der Mitarbeiterführung und Mitarbeiterbindung eher selten bis gar nicht auf der Agenda.

Spricht man mit den Inhabern dieser Unternehmen, so werden gerne einige typische Gründe angeführt, warum dies auch berechtigt ist und eine solche Befragung doch keinen Sinn mache.

Fragt man allerdings diejenigen, die (doch) eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt haben, stellt sich dann in sehr vielen Fällen heraus, dass diese Gründe im Nachgang betrachtet oftmals schlicht Irrtümer waren.

Denn das Instrument der Mitarbeiterbefragung ist gerade auch bei kleineren Unternehmen sehr mächtig und erkenntnisreich.

Irrtum 1: „Wir hocken sowieso den ganzen Tag aufeinander, daher ist die gefühlte Nähe und die emotionale Bindung schon hoch“

Gerade in kleineren Unternehmen gibt es wenig Hierarchien und kurze Dienstwege, so dass man sowieso schon eng zusammenarbeitet. Dadurch wird automatisch geschlossen, dass auch die von den Mitarbeitern empfundene Nähe hoch ist und eine Befragung keine zusätzlichen Erkenntnisse bringen würde.

Fragt man allerdings nach, dann resultiert diese Erkenntnis oftmals nur aus der eigenen Wahrnehmung des Chefs und seiner Interpretation von Verhaltensweisen der Mitarbeiter. Positives Wissen hierüber haben die wenigsten. Gefühlte Nähe reicht für die emotionale Bindung der Mitarbeiter allein nicht aus.

Irrtum 2: „Ich kenne meine Leute“

Aufgrund dieser speziellen Situation geht der Chef außerdem meist unbesehen davon aus, dass er genau weiß, was seine Leute denken, ob sie zufrieden sind oder ob sie sich wohlfühlen („Ich merke das“, „Wir arbeiten seit Jahren zusammen“). Somit wird auch aus diesem Grund der Nutzen einer Befragung angezweifelt.

Erneut ist diese vermeintlich objektive Kenntnis des Chefs in sehr vielen Fällen höchst subjektiv. Es ist seine Sicht, mehr eben nicht. Sich alleine hierauf zu verlassen, erscheint gefährlich. Es gibt eine Reihe von Untersuchungen, die zeigen, dass Chef regelmäßig überschätzen, wie zufrieden ihre Mitarbeiter sind.

Irrtum 3: „Wenn meine Leute etwas auf dem Herzen haben, dann kommen sie sowieso“

Natürlich sind in kleineren Unternehmen die Wege kurz und der Chef auch typischerweise leichter erreichbar als bei größeren Unternehmen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Mitarbeiter tatsächlich kommen, prinzipiell höher.

Allerdings lassen Chefs, die so denken, außer Acht, dass sie selbst möglicherweise ein Hindernis dafür sind, dass die Leute sich öffnen. Ihr Verhalten, Ihr Umgang mit Feedback, Kritik oder Lob bestimmt entscheidend, wie die Mitarbeiter sich verhalten, ob sie mit ihren Anliegen kommen oder nicht. Eine offene Tür durch die niemand geht, ist kein Zeichen dafür, dass alles in Ordnung ist. Um mögliche Hemmnisse dafür zu erkennen, benötigt der Chef Feedback. Und genau hier kann eine anonyme Mitarbeiterbefragung weiterhelfen.

Irrtum 4: „Wir reden sowieso über alles“

Ja, typischerweise wird in kleineren Unternehmen über Vieles geredet. Aber selten so umfassend und strukturiert, wie es in einer Mitarbeiterbefragung erfolgen würde.

Viele Fragen und Themen, die hier behandelt werden, werden in der normalen Kommunikation und Konversation zwischen Chef und Mitarbeiter gerade nicht angesprochen. In den Antworten auf eine solche Befragung kommen häufig Dinge ans Licht, die im Tagesgeschäft bzw. in der täglichen Kommunikation nicht besprochen werden. Daher kann eine Befragung erheblichen zusätzlichen Erkenntnisgewinn bieten.

Irrtum 5: „Eine Mitarbeiterbefragung ist teuer und aufwändig“

Mit einem schlanken und pragmatischen Ansatz, der auf die Besonderheiten von kleineren Unternehmen abstellt, ist eine Mitarbeiterbefragung mit wenig Aufwand durchführbar.

 

Die Praxis zeigt, dass solche Befragungen bereits für Betriebe ab ca. 4 bis 5 Mitarbeitern eine Bereicherung für die interne Beziehungsqualität, die Mitarbeiterzufriedenheit und die Mitarbeiterbindung sein können. Verbesserungspotentiale werden identifiziert und können gemeinsam angegangen werden. Und dies wiederum hat positiven Einfluss auf die Kundenorientierung und damit die Kundenzufriedenheit.

Mehr Informationen unter:

http://wpbach.de/kmu-handwerk-freiberufler/mitarbeiterbefragung/

 

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