Mitarbeiterbefragungen für Handwerker

Mitarbeiterbefragungen für Handwerker – Tipps und Denkanstösse

Die Mitarbeiter sind die besten Berater

Warum sollte ein Handwerksbetrieb eine Mitarbeiterbefragung durchführen? Gerade bei kleineren Betrieben ist die gefühlte „Nähe“ untereinander doch sowieso schon hoch. Daher würde, so das häufige Vorurteil, doch gar nichts Neues herauskommen. Manche Chefs unterstellen unbesehen, dass sie die wichtigen Dinge sowieso schon wüssten („Ich kenne meine Leute.“) und bleiben daher passiv.

Aber genau das ist oft ein Trugschluss. In den Antworten auf eine solche Befragung kommen häufig Dinge ans Licht, die im Tagesgeschäft bzw. in der täglichen Kommunikation gerade nicht angesprochen werden. Mitarbeiter sind oft die besten Berater, auch im Handwerk. Und dies für alle Handwerksbereiche, ob Elektriker, Schreiner, Fensterbauer, Bauunternehmen, Installateure, Tischler, Frisöre, Bäckereien etc.

Aktives Interesse am Dialog im Handwerksbetrieb

Chefs bzw. Inhaber von Handwerksbetrieben, die zukunftsorientiert ausgerichtet sind, haben ein aktives Interesse daran zu erfahren,

  • ob sich ihre Mitarbeiter wohl fühlen, im Innen- wie im Außendienst
  • wie sie die Führung und die interne Kommunikation einschätzen
  • was sie stört und was sie gut finden
  • welche Verbesserungsvorschläge sie sehen

Für ein solches Feedback suchen sie den Dialog mit den Mitarbeitern. Beispielsweise über regelmäßige Mitarbeitergespräche sowie eine strukturierte, meist anonym durchgeführte Mitarbeiterbefragung. Diese entfaltet ihre positive Wirkung durch den adäquaten Umgang mit den Ergebnissen und dem Zurückspiegeln der konsolidierten Ergebnisse an die Mitarbeiter. Selbstverständlich verbunden mit der idealerweise gemeinsamen Erarbeitung von Verbesserungsmaßnahmen. Gelebte Wertschätzung hängt somit stark auch von den Folgeaktivitäten ab.

Mit der Durchführung einer solchen Mitarbeiterbefragung bei Handwerkern bzw.  Handwerksbetrieben setzt der Inhaber ein deutlich sichtbares Zeichen an seine Mitarbeiter, dass er ein echtes Interesse an ihnen und einem guten, gesunden Betriebsklima. Er zeigt, dass seine Mitarbeiter sowie ihre Bindung zum Betrieb ihm wichtig sind und dass er bereit ist, gemeinsam mit den Mitarbeitern hieran zu arbeiten.

Was könnte Gegenstand einer Mitarbeiterbefragung bei Handwerkern sein?

Es kommt natürlich auf die konkrete Zielsetzung der Befragung an. Bei einer oft eingesetzten Mitarbeiterbefragung zum Thema „Zufriedenheit allgemein“, bieten sich beispielsweise Fragen zu folgenden Bereichen an:

  • Firmenimage und Außendarstellung
  • Arbeitsbedingungen inkl. Ausstattung mit Material, Werkzeug, Fahrzeugen sowie den Abläufen auf der Baustelle
  • Zusammenarbeit untereinander und Betriebsklima im Handwerksbetrieb
  • Zusammenarbeit mit dem Chef
  • Interne Kommunikation
  • Gesamteinschätzung

Was bringt eine Mitarbeiterbefragung bei Handwerkern?

Die Praxis zeigt, dass solche Befragungen bereits für Handwerksbetriebe ab 5 bis 6 Mitarbeitern eine Bereicherung für die interne Beziehungsqualität, die Mitarbeiterzufriedenheit und die Mitarbeiterbindung sein können. Und dies wiederum hat positiven Einfluss auf die Kundenorientierung und damit die Kundenzufriedenheit.

Der Inhaber erhält ein aktuelles, wertvolles Stimmungsbild und wird auf mögliche Risiken oder Fehlentwicklungen in den unterschiedlichsten Bereichen frühzeitig aufmerksam. Verbesserungsvorschläge aus erster Hand erlauben ein zielgerichtetes Ergreifen von Verbesserungsmaßnahmen zum Erhalt der Mitarbeitermotivation und der Erhöhung der Mitarbeiterbindung und Mitarbeiterzufriedenheit. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels strategisch besonders wichtig.

Zudem ist eine solche Befragung bereits mit wenig Aufwand umsetzbar.

Worauf sollte der Inhaber des Handwerksbetriebs achten?

  • Anonymität der Befragung (durch einen externen Dienstleister vollständig möglich)
  • Freiwilligkeit der Befragung betonen
  • Echtes Interesse am Feedback der Mitarbeiter
  • Praxisbewährter, verständlicher Fragebogen (senkt Kosten) mit individueller Anpassungsmöglichkeit
  • Hilfestellung und Unterstützung bei der Kommunikation der Befragung an die Mitarbeiter
  • Möglichst geringe bis keine Beeinträchtigung der internen Abläufe während der Befragung
  • Transparente Informationen darüber, wie die Auswertung der Befragung aussieht. Erhalte ich auch Kommentierungen und Einschätzungen der Ergebnisse sowie zusätzliche Vorschläge für Maßnahmen?
  • Zeitnahes Zurückspielen der Ergebnisse an die Belegschaft
  • Aktives Handeln im Nachgang zum Erhalt der Glaubwürdigkeit
  • Besteht die Möglichkeit, bei Bedarf durch den Externen auch Hilfe und Unterstützung bei der Priorisierung der Maßnahmen nach der Befragung zu erhalten oder bei der konkreten Umsetzung einzelner Maßnahmen im Nachgang?
  • Regelmäßige Wiederholung der Befragung z.B. nach einem Jahr.

 

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Mehr Informationen unter:

http://wpbach.de/kmu-handwerk-freiberufler/mitarbeiterbefragung/

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